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Kräuter und weitere Stoffe

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Botanicals, Fettsäuren, Aminozucker und weitere Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Außer Vitaminen und Mineralstoffen gibt es viele weitere Stoffe, die in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) eingesetzt werden. So z.B. Heilkräuter, Fettsäuren aus Fischölen etc.etc..

Der Einsatz dieser Stoffe ist gesetzlich reglementiert. Ein Grund hierfür ist, dass viele der Stoffe eine medizinische Wirkung haben können, je nach Dosis. Da Nahrungsergänzungsmittel laut Gesetz zur Nahrungsergänzung vorgesehen sind und nicht zur Heilung von Krankheiten, darf man bestimmte Stoffe entweder nur in einer niedrigeren, d.h. laut Gesetz definitiv "medizinisch wirkungslosen" Menge zugeben oder aber manche Stoffe dürfen garnicht zugegeben werden, wie z.B. medizinisch hochwirksame Stoffe oder Stoffe, die gefährlich sind und weder in Medikamenten noch in NEM enthalten sein dürfen.

Für erlaubte Stoffe wie z.B. manche Heilkräuter muss der Hersteller streng darauf achten, dass er mit seiner Dosis nicht gegen das Arzneimittelrecht verstößt. Ein sehr gutes und bekanntes Beispiel hierfür ist Weihrauch:

Ab 800mg ist Weihrauch medizinisch wirksam und wird auch in Medikamenten in der Dosis eingesetzt.

Dass nun viele Hersteller von NEM "nur" 400 mg pro Tagesdosis verarbeiten, hat also nicht etwa den Grund, dass sie auf Kosten der Kunden sparen wollen, wie diese oft meinen. Es hat vielmehr den Grund, dass die Menge per Gesetz zwingend im "unwirksamen" Bereich liegen muss, wenn man es als NEM anbieten will, sonst drohen dem Hersteller ungeahnter Ärger und Unkosten.

Natürlich könnte der Kunde nun einfach hergehn und 2 Kapseln je 400 mg statt einer einnehmen. Um das zu verhindern, ist der Satz "Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden" gesetzlich vorgeschrieben und muss auf jeder Dose mit Nahrungsergänzungsmitteln und in jedem Internetangebot enthalten sein.

Diese gesetzliche Pflicht soll hier überhaupt nicht kritisiert werden. Es ist sehr problematisch wenn ein Kunde als absoluter Laie einfach ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker eine hohe Dosis arzneilich wirksamer Stoffe einnimmt, da er gesundheitliche Folgen oder Wechselwirkungen mit anderen Stoffen überhaupt nicht einschätzen kann.

 

Während alle wichtigen Regeln zu Vitaminen und Mineralstoffen europaweit inzwischen sehr eindeutig in Gesetze und Verordnungen gegossen sind, herrscht bei allen anderen Stoffen noch sehr große Uneindeutigkeit. Zwar sind hier auch eindeutige Regeln in Arbeit, aber bevor diese spruchreif sind, werden noch Jahre vergehen.

 

Im Folgenden sollen daher die zurzeit bekannten Regelungen bzw. wissenswerte Fakten zu diesen Stoffen festgehalten werden.

Dieses Seite ist sicher für interessierte Kunden sehr interessant, dient aber auch uns zurzeit als Arbeitsmittel, bzw. zurzeit ist das der Hauptzweck dieser Seite. So ist es sinnvoll, bei Anrufen von Kunden, die um Beratung bitten oder wenn ein neues Produkt der kommenden Marke Energyvital in Planung ist, nicht immer aufs neue das Internet zu durchsuchen, sondern die verfügbaren Fakten sofort online vor Augen zu haben.

Daher bitten wir auch um Verständnis, dass der folgende Text noch einige Monate eher den Charakter einer Großbaustelle haben wird als den eines vollständigen Verzeichnisses aller Stoffe und Verordnungen.

Botanicals

Weihrauch

text

 

Stoff

Einheit1

NRV1

Meinung BfR2

Upper Limit3

NOAEL8

 

 

 

 

 

 

Aminozucker

Glucosamine

Glucosamine werden meist aus chitinihaltigen Panzern von Krusten- und Schalentieren gewonnen. Für Allergiker auf Krebstiere ist pflanzliches Glusosamin zu empfehlen, dieses wird durch Fermentation z.B. von Mais gewonnen, ohne Einsatz von Gentechnik. Glucosamin aus Haifischknorpeln ist aus Tierschutzgründen abzulehnen.

Glucosamine müssen in Nahrungsergänzungmitteln stabilisiert werden, sie können nicht einfach "pur" aufbewahrt und eingenommen werden. Die meist verwendete Form ist Glucosaminsulfat. Da Glucosaminsulfat Wasser anzieht, muss es mit Salz stabilisiert werden. Dies erfolgt entweder mit Natriumsalz (Glucosaminsulfat NaCL) oder mit Kalium (Glucosaminsulfat 2KCL). Da wir ohnehin zuviel Kochsalz (NaCL) aufnehmen, aber oft zuwenig Kalium, ist Glucosaminsulfat 2KCL als besser zu bewerten.
Daneben wird auch oft Glucosaminhydrochlorid eingesetzt (Glucosamin HCL). Im Internet gibt es viele widersprüchliche Angaben, was besser ist. Oft ist schwer zu Unterscheiden, ob eine solche Angabe auf Wissenschaft beruht oder ob es eine Aussage mit finanziellem Interesse ist, in dem Fall sponsert z.B. eine Firma, die Glucosaminsulfat verkauft, eine Seite, auf der behauptet wird, Glucosamin HCL wäre wirkungslos.
Wir können diese Frage auch nicht entgültig klären. Fakt ist einerseits, dass es sowohl Studien gibt, die behaupten, dass Glucosamin hilft, als auch Studien die angeben es wäre wirkungslos, und es fällt auf, dass in den Studien ohne Wirkung oft Glucosamin HCL eingesetzt wird. Einige Autoren versuchen das dadurch zu erklären, dass sich der Schwefel im Glucosaminsulfat günstig auf die Gelenke auswirkt.
Es gibt aber auch eine Studie, die konkret dieses Problem untersucht hat auf hohem wissenschaftlichen Standart, und die zum Schluss kommt, dass es keinen Unterschied macht, welche Form man einnimmt und das beide wirksam sind (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16324409).

Glucosamin ist sowohl als Arzneimittel als auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Wie bei allen Vitaminen, Kräutern und weiteren Stoffen ist es für Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel wichtig, den gesetzlich definierten Abstand zu Arzneimitteln einzuhalten, d.h. ein NEM darf nur soviel bzw. sowenig eines Stoffes enthalten, dass dieser "nicht wirksam" ist.
In Studien als wirksam haben sich Dosierungen ab ca. 1000 mg Glucosamin bzw. ca. 1500 mg Glucosaminsulfat oder HCL herausgestellt. Daher finden Sie in unserem Shop keine Produkte, bei denen wir bei der Verzehrsempfehlung mehr als 1000 mg reines Glucosamin pro Tag angeben, da wir ausschließlich Nahrungsergänzungmittel anbieten.

Wir geben in unseren Angeboten den Gehalt an reinem Glucosamin an. Viele Hersteller machen das nicht, sondern täuschen Ihre Kunden lieber mit entsprechend höheren Milligrammangaben an Glucosaminsulfat, HCL oder Glucosaminsulfat 2KCL. Die Kunden kennen sich nicht aus und meinen dann, diese Produkte wären besser als andere Produkte, bei denen Hersteller nur das reine Glucosamin angeben.
Hier ein ungefährer Anhaltspunkt, um den Gehalt an reinem Glucosamin zu ermitteln: Glucosamin HCL enthält ca. 83% reines Glucosamin. Glucosaminsulfat enthält ca. 79 % Glucosamin. Im Internet gibt es viele widersprüchliche Angaben hierzu, daher haben wir diese Werte einer seriösen Quelle entnommen, nämlich der Hompage der renomierten Mayo-Klinik.
Glucosaminsulfat 2KCL enhält logischerweise weniger Glucosamin, da das Kaliumchlorid noch einen erheblichen Gewichtsanteil ausmacht. Man kann bei Glucosaminsulfat 2KCL von ca. 60 % Glucosamin ausgehen (Quelle).

 

Stoff

Einheit1

NRV1

Meinung BfR2

Upper Limit3

NOAEL8

 

 

 

 

 

 

  Quellen:

1 

2 BfR

3 EFSA (European Food Safety Authority). Tolerable upper intake levels for vitamins and minerals. European Food Safety Authority, Parma, Italy. 2006. – k.A. = Kein Angabe mangels wissenschaftlicher Grundlage; Sicher = Keine Angabe, da selbst in großen Mengen nicht toxisch – Wissenschaftlich gesicherter Wert, sollte eingehalten werden, evtl. Grundlage für spätere gesetzliche EU-Weite Höchstmengen-Begrenzungen!

4 NOAEL (engl. für No Observed Adverse Effect Level) ist die Menge eines Stoffs, die gefahrlos in einer Einzeldosis aufgenommen werden kann. Mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/NOAEL
Der scheinbare Widerspruch UL (langfristig unschädlich) und NOAEL (maximale noch nicht schädliche Einzeldosis, manchmal höher als der UL) entsteht dadurch, dass beide Werte verschieden ermittelt werden: Der UL wird aus medizinischen Studien an Menschen ermittelt. Der NOAEL wird im Tierversuch ermittelt an einer möglichst empfindlichen Tierart oder Zellkultur, die natürlich auch empfindlicher sein können als der menschliche Organismus!

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